Prävention und Jugendschutz · Fachkräfte und Schulen

Wie funktionieren Peer-Projekte an Schulen?

Häufige Fragen

Was ist ein Peer-Projekt an Schulen?

Ein Peer-Projekt an Schulen setzt Schülerinnen und Schüler ein, die Mitschülerinnen und Mitschüler zu Themen wie Cannabis oder Alkohol informieren. Die Peers werden geschult und arbeiten unter Begleitung einer erwachsenen Fachkraft oder Lehrkraft. Die Form kann eine Projektgruppe, ein Workshop oder eine Ansprechperson in den Pausen sein. Wichtig sind feste Themen, klare Grenzen und ein Plan für ernste Fälle.

Welche Regel gilt bei der Weitergabe von Cannabis an Jugendliche?

Wer Cannabis an ein Kind oder einen Jugendlichen abgibt oder weitergibt, macht sich nach § 34 KCanG strafbar. Bei einer Person über 21 Jahren gilt das als Regelbeispiel für einen besonders schweren Fall, mit einem Strafrahmen von drei Monaten bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Ein Peer-Projekt muss deshalb ausschließen, dass Cannabis in der Gruppe weitergegeben wird.

Wo finde ich Unterstützung für ein Peer-Projekt?

Die Landesstelle für Suchtfragen in Niedersachsen (NLS) nennt eine Ansprechperson für Suchtprävention und bietet Infomaterial zu Cannabis an. In Nordrhein-Westfalen unterstützt die Landesfachstelle Prävention bei der Ginko Stiftung Fachkräfte, zum Beispiel mit dem Angebot MOVE für Gespräche mit Jugendlichen. Bei Fragen zu Konsum erreichst du die Sucht und Drogen Hotline unter 01806 313031. Am besten fragst du zuerst bei der Landesstelle deines Bundeslandes nach.

Quellen

  1. Landesstelle für Suchtfragen Niedersachsen (NLS), Cannabis
  2. Ginko Stiftung
  3. Konsumcannabisgesetz § 34 (gesetze-im-internet.de)
  4. cannabispraevention.de, Gefahren für Jugendliche
  5. drugcom.de, Einstiegsdroge Cannabis
  6. Sucht und Drogen Hotline
  7. cannabispraevention.de: Programme und Angebote für Lehrkräfte

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