Was verrät der Wissenstest Cannabis über das eigene Risiko?
Der Wissenstest Cannabis auf drugcom.de ist ein Quiz. Er fragt, was du über Cannabis weißt, und hilft dir, Wissenslücken zu erkennen. Ein Testergebnis sagt aber nichts Verlässliches darüber, wie gefährdet du selbst bist. Dafür ist der Test nicht gebaut. Wer wissen will, wie es um den eigenen Konsum steht, braucht andere Fragen und am Ende oft ein persönliches Gespräch.
Was ein Wissenstest prüft
Der Wissenstest auf drugcom.de stellt Fragen und zählt Punkte. Das kann nützlich sein, um eigene Wissenslücken zu erkennen. Die Antworten zeigen aber nur, was du gerade im Kopf hast. Sie zeigen nicht, was der Konsum in deinem Leben angerichtet hat.
Gerade bei Fragen zu Gesundheit und Recht lohnt es sich, die Antworten nachzulesen. Der Artikel Welche Gesundheitsfolgen hat Cannabis insgesamt? fasst die wichtigsten Punkte zusammen.
Der Cannabis-Check als Selbsttest
Für die Frage nach dem eigenen Konsum hat drugcom einen eigenen Selbsttest, den Cannabis-Check. Er fragt nach dem Konsum der letzten zwölf Monate und unter anderem danach, ob du den Eindruck hattest, den Konsum nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Fachperson. DigiSucht empfiehlt, sich professionell beraten zu lassen, wenn du Fragen zu einem starken Konsumwunsch, zu Schwierigkeiten beim Begrenzen, zu gesteigertem Konsum, zu vernachlässigten Dingen, zu Problemen mit nahestehenden Personen oder zu Weiterkonsum trotz negativer Folgen mit Ja beantwortest.
Wenn du den Check machst, notiere dir deine Antworten. Vergleiche sie nach einigen Wochen noch einmal. So erkennst du Veränderungen, die dir im Alltag vielleicht nicht auffallen.
Was laut drugcom eine Abhängigkeit ausmacht
Eine Abhängigkeit liegt nach den Angaben von drugcom vor, wenn mindestens zwei der genannten Merkmale innerhalb von zwölf Monaten zutreffen. Entscheidend sind dabei die negativen Folgen des Konsums. Menge und Häufigkeit spielen nach drugcom bei der Frage der Abhängigkeit keine entscheidende Rolle.
Das heißt für dich: Auch ohne tägliches Kiffen können Probleme entstehen. Wenn Cannabis dich im Job, in der Schule, in Beziehungen oder bei der Gesundheit einschränkt, lohnt sich ein genauerer Blick. Der Artikel Woran erkennt man eine Cannabisabhängigkeit? erklärt die Merkmale im Einzelnen.
Wann der Test nicht reicht
Ein Test kann dich nicht von einer Beratung entbinden. Wenn du dich fragst, ob du aufhören sollst, wenn du schon mehrere Anläufe gemacht hast oder wenn du Angst vor Konsequenzen hast, ist ein Gespräch mit einer Fachperson der bessere Schritt. Suchtberatungsstellen sind dafür da. Auch deine Hausarztpraxis kann helfen, den Weg zu planen.
Unterschätze außerdem nicht das Umfeld. Wenn Angehörige oder Freundinnen und Freunde dich auf den Konsum ansprechen, lohnt es sich, deren Sorgen ernst zu nehmen, auch wenn der Test anderes sagt.
Prävention: Gut informiert bleiben
Das Wissen über Cannabis hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen. Das junge Gehirn befindet sich in einer wichtigen Entwicklungsphase, wie das BIÖG betont. Der Artikel Schadet Cannabis dem jungen Gehirn? erklärt die Hintergründe.
So nutzt du den Test sinnvoll
Mach den Test zuerst, bevor du weiterliest. So erkennst du ehrlich, was du schon weißt. Notiere danach die Fragen, bei denen du unsicher warst. Diese Liste zeigt dir, welche Informationen dir noch fehlen. Lies dann die Artikel zu den Themen, die dich am meisten interessieren.
Was der Test nicht zeigt
Ein Wissenstest sagt nichts über deine Gesundheit, deine Lebensumstände oder deine Konsumgewohnheiten. Er misst, was du gerade weißt, und nicht, wie du mit Cannabis umgehst. Auch ein sehr gutes Ergebnis ist kein Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist. Wenn du dich fragst, ob dein Konsum dir schadet, beantwortet der Cannabis-Check diese Frage besser. Ein Gespräch mit einer Fachperson kann danach die nächsten Schritte klären.
Wie Test und Information zusammenpassen
Der Test ist ein Anfang und ersetzt keine Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum. Wer Fragen zu Gedächtnis, Schule oder Gesundheit hat, findet im Artikel Welche Gesundheitsfolgen hat Cannabis insgesamt? einen Überblick. Das Thema Ausstieg behandelt die Seite Hilfe und Beratung.
Deine nächsten Schritte
- Mach den Wissenstest als Lernangebot und notiere die Fragen, die dir offen bleiben.
- Mach danach den Cannabis-Check, um deinen Konsum der letzten zwölf Monate einzuordnen.
- Sprich bei Unsicherheit mit einer Beratungsstelle. Eine Übersicht bietet der Artikel Wo finde ich eine Suchtberatungsstelle für Cannabis?.
Einen Überblick über alle Angebote gibt die Seite Hilfe und Beratung.
Häufige Fragen
Was verrät der Wissenstest Cannabis über mein Risiko?
Der Wissenstest prüft, was du über Cannabis weißt. Er ist ein Quiz und misst kein persönliches Risiko. Für die Frage nach dem eigenen Konsum eignet sich der Cannabis-Check auf drugcom.de besser. Bei Unsicherheit hilft ein Gespräch mit einer Suchtberatungsstelle.
Ab wann gilt man laut drugcom als abhängig?
Laut drugcom liegt eine Abhängigkeit vor, wenn mindestens zwei Merkmale innerhalb von zwölf Monaten zutreffen. Entscheidend sind die negativen Folgen des Konsums, nicht allein Menge oder Häufigkeit. Wer unsicher ist, kann den Cannabis-Check machen.
Ersetzt ein Online-Test eine Beratung?
Nein. Tests sind Anstöße zum Nachdenken und keine Diagnosen. Wenn du dir Sorgen machst, sprich mit einer Suchtberatungsstelle, einer Ärztin oder einem Arzt. Die Fachleute prüfen deine Situation im Gespräch und zeigen dir passende nächste Schritte.