Ist Quit the Shit anonym und vertraulich?
Ja, nach Angaben des Programms: Die Teilnahme an Quit the Shit ist anonym und kostenlos. Das Online-Programm richtet sich an Menschen, die ihren Cannabiskonsum verringern oder beenden möchten. Gespeichert wird trotzdem einiges: Beim Programmeinstieg, im Tagebuch und bei der E-Mail-Adresse fallen Daten an. Die Datenschutzhinweise erklären dir vorab, wie damit umgegangen wird.
Was Anonymität im Online-Programm bedeutet
Anonymität heißt, dass dein Name und deine Identität nicht mit deinen Angaben verknüpft werden. Bei Quit the Shit legst du bei der Anmeldung Benutzername und Passwort fest und füllst einen Fragebogen zu dir und deinem Konsum aus. Nach den Angaben der Programmseite werden die Daten aus dem Programmeinstieg, deine Tagebucheinträge und deine E-Mail-Adresse auf dem Server gespeichert. Das Tagebuch können nur du und das Beratungsteam einsehen.
Wichtig ist der Unterschied zwischen anonymer Nutzung und vollständig anonymer Speicherung. Die Programmseite nennt eine Löschung deiner Daten auf Wunsch oder spätestens sechs Monate nach dem Ende der Beratung. Welche weiteren Angaben verarbeitet werden, erklären die Datenschutzhinweise.
Was du vor der Anmeldung prüfen solltest
Bevor du dich registrierst, nimm dir ein paar Minuten für die Datenschutzhinweise. Achte besonders auf folgende Punkte:
- Welche Angaben sind Pflicht, welche freiwillig?
- Wie lange werden Nutzungsdaten gespeichert?
- Werden Daten an Dritte weitergegeben oder für Werbung genutzt?
- Gibt es eine Möglichkeit, das Konto und die Daten wieder zu löschen?
Wenn eine dieser Fragen unklar bleibt, schreib dem Anbieter über die angegebenen Kontaktwege und bitte um eine Erklärung. Eine seriöse Stelle beantwortet solche Fragen klar.
Zugangsdaten und Gerätesicherheit
Ein sicheres Passwort ist die Grundlage. Verwende ein Passwort, das du nirgendwo anders nutzt, und speichere es in einem Passwortmanager oder auf dem Papier an einem sicheren Ort. Teile deine Zugangsdaten niemals mit anderen Personen, auch nicht mit Freundinnen oder Familienmitgliedern.
Achte außerdem auf das Gerät, mit dem du das Programm nutzt. Ein gemeinsam genutzter Computer oder ein Gerät ohne Sperre kann dazu führen, dass andere Personen deine Eingaben sehen. Melde dich nach jeder Sitzung ab, besonders auf fremden Geräten.
Wie Vertraulichkeit im Alltag wirkt
Im Online-Programm sitzt dir niemand gegenüber. Manchen Menschen fällt es dadurch leichter, über ihren Konsum zu schreiben. Gleichzeitig ist die digitale Umgebung nicht völlig geschützt. Ein Restrisiko bleibt bei jeder Nutzung von Internetangeboten.
Deshalb solltest du abwägen, welche Inhalte du eintippst. Du musst nicht alles schreiben, um Unterstützung zu bekommen. Eine Frage wie „Wie kann ich meinen Konsum reduzieren?“ reicht oft für einen guten Einstieg. Was du nicht teilen willst, lässt du weg.
Wann ein persönliches Gespräch sinnvoller ist
Nicht jede Situation passt zu einem Online-Programm. Bei akuten psychischen Krisen, bei Suizidgedanken oder bei starken Abhängigkeitssymptomen brauchst du eine persönliche Ansprechperson. Dann wendest du dich an den Notdienst, an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt oder an eine Beratungsstelle vor Ort.
Auch eine Suchtberatungsstelle bietet Vertraulichkeit. Fachkräfte unterliegen in der Regel der Schweigepflicht, und du kannst die Beratung persönlich besprechen. Bei Quit the Shit unterliegen die Beratenden nach Angabe des Programms ebenfalls der Schweigepflicht und haben das Zeugnisverweigerungsrecht. Den Weg zur Beratungsstelle erklärt der Artikel Bleibt das Gespräch in der Suchtberatung vertraulich?
Wie du mit dem Programm sicher beginnst
Starte mit einem klaren Ziel. Überlege, was du von dem Programm erwartest, und plane feste Zeiten ein. Viele Programme sind modular aufgebaut, sodass du nicht alles auf einmal bearbeiten musst. Notiere deine Fortschritte in einer Form, die für dich sicher ist.
Möchtest du das Programm beenden, kannst du laut Programmseite die Löschung deiner Daten wünschen. Wie das genau geht, zeigen die Datenschutzhinweise. Den Ablauf des Programms beschreibt der Artikel Wie funktioniert das Online-Programm Quit the Shit?
Umgang mit Rückschlägen im Programm
Rückschläge sind kein Zeichen dafür, dass das Programm nicht funktioniert. Wichtig ist, diese Phase im Tagebuch zu notieren und zu prüfen, welcher Auslöser dahintersteckte. So lernst du, wie du in ähnlichen Situationen reagieren kannst.
Wenn du mehrmals scheiterst und dich dadurch belastet fühlst, ist eine persönliche Beratung ein sinnvoller nächster Schritt. Das Programm kann dich begleiten, aber nicht jede Lage lösen. Dann hilft der Kontakt mit einer Fachkraft vor Ort.
Ob Angehörige Einblick in dein Konto bekommen können, regeln die Datenschutzhinweise des Anbieters. Dort findest du den aktuellen Stand. Eine Weitergabe von Zugangsdaten solltest du in jedem Fall vermeiden.
Was du jetzt tun kannst
Lies die Datenschutzhinweise des Anbieters, bevor du dich anmeldest. Nutze ein sicheres Passwort und melde dich nach jeder Sitzung ab. Wenn du unsicher bist oder mehr Vertraulichkeit brauchst, ruf eine Beratungsstelle an. Dort findest du Ansprechpersonen, die dich persönlich unterstützen.
Häufige Fragen
Ist Quit the Shit anonym?
Laut Programmseite ja: Die Teilnahme ist anonym und kostenlos. Bei der Anmeldung legst du Benutzername und Passwort fest und machst Angaben zu dir und deinem Konsum. Gespeichert werden Einstiegsangaben, Tagebucheinträge und deine E-Mail-Adresse. Auf Wunsch oder spätestens sechs Monate nach dem Ende der Beratung werden die Daten gelöscht. Lies die Datenschutzhinweise vor der Registrierung.
Wie schütze ich meine Daten bei einem Online-Programm?
Nutze ein sicheres Passwort, das du nirgendwo anders verwendest, und teile deine Zugangsdaten nicht. Melde dich nach jeder Sitzung ab, besonders auf fremden Geräten. Gib nur Angaben preis, die für die Nutzung nötig sind, und lösche dein Konto, wenn du das Programm nicht mehr brauchst.