Prävention und Jugendschutz · Gesundheitliche Risiken

Sind Kinder durch Cannabisprodukte gefährdet?

Häufige Fragen

Sind Kinder durch Cannabisprodukte gefährdet?

Ja. Das BIÖG nennt Jugendliche durchs Kiffen viel gefährdeter als Erwachsene, weil das junge Gehirn in einer wichtigen Entwicklungsphase ist und THC die Reifeprozesse stört. Das KCanG schützt Minderjährige mit Verboten, und nach § 10 KCanG ist Cannabis zu Hause vor dem Zugriff von Kindern zu schützen.

Wie wird die Weitergabe von Cannabis an Kinder bestraft?

Das Ab- oder Weitergeben von Cannabis ist nach § 34 Abs. 1 Nr. 7 KCanG strafbar, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Als Regelbeispiel für einen besonders schweren Fall nennt § 34 Abs. 3 KCanG die Weitergabe an ein Kind oder einen Jugendlichen durch eine Person über 21 Jahre, mit drei Monaten bis fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Was tun, wenn ein Kind Cannabis gegessen oder geraucht hat?

Bei Beschwerden ist sofortige ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall rufst du den Notruf 112. Auch ohne Beschwerden solltest du danach eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt aufsuchen, damit der Fall eingeordnet werden kann.

Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz § 34 (Strafvorschriften)
  2. Konsumcannabisgesetz § 5 (Konsumverbote)
  3. Konsumcannabisgesetz § 23 (Anbauvereinigungen)
  4. Cannabis: Gefahren für Jugendliche (BIÖG)
  5. Elterntelefon der Nummer gegen Kummer
  6. KCanG § 10 Schutzmaßnahmen im privaten Raum
  7. KCanG § 36 Bußgeldvorschriften

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