Medizinalcannabis · Patientenrechte und Selbsthilfe

Welche Nebenwirkungen muss der Arzt erklären?

Häufige Fragen

Welche Aufklärung muss die Ärztin vor einer Cannabis-Therapie geben?

Nach § 630e BGB muss sie dich über alle für die Einwilligung wesentlichen Umstände aufklären. Dazu gehören zu erwartende Folgen und Risiken, die Erfolgsaussichten und, wenn mehrere gleichermaßen übliche Methoden zu wesentlich unterschiedlichen Belastungen oder Risiken führen können, auch Alternativen. Die Aufklärung muss mündlich, rechtzeitig und verständlich erfolgen.

Welche Nebenwirkungen treten bei Medizinalcannabis am häufigsten auf?

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin sind Nebenwirkungen vor allem zu Beginn und bei Dosiserhöhung häufig. Sie betreffen Kreislauf, Psyche und Konzentration. Nicht jede Person erlebt alle Wirkungen. Frag deine Praxis, welche Punkte bei deiner Dosis wahrscheinlich sind.

Darf ich bei der Aufklärung eine Begleitperson mitnehmen?

Frag die Praxis vorab, ob eine Begleitung zum Gespräch möglich ist. Eine Begleitung kann helfen, Informationen zu behalten und Fragen zu stellen. Die Entscheidung über die Behandlung triffst du selbst.

Quellen

  1. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 630e: Aufklärungspflichten
  2. ACM: Cannabis als Medizin, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
  3. Gesetze im Internet: BGB § 630d

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