Prävention und Jugendschutz · Informationen für Eltern

Was antwortet man auf: Cannabis ist weniger schädlich als Alkohol?

Häufige Fragen

Ist Cannabis wirklich weniger schädlich als Alkohol?

Ein direkter Vergleich hilft wenig, weil beide Substanzen Risiken haben und sich je nach Menge, Häufigkeit und Alter unterschiedlich auswirken. Klar ist: Kombiniert man beide, können sich die Wirkungen verstärken. Alkohol führt zu Selbstüberschätzung, und beide Substanzen beeinträchtigen Konzentration und Reaktion.

Wie viel Alkohol darf man im Straßenverkehr trinken, wenn man gekifft hat?

Eine sichere Menge gibt es nicht. § 24a Abs. 2a StVG erfasst, wer mit 3,5 ng/ml THC oder mehr fährt und dazu ein alkoholisches Getränk zu sich nimmt. Eine Mindestmenge Alkohol nennt die Vorschrift dafür nicht. Das BIÖG bezeichnet die Teilnahme am Straßenverkehr bei Mischkonsum als komplett verboten. Wer fährt, verzichtet auf beides.

Was sage ich meinem Kind, wenn es sagt, dass Alkohol doch auch erlaubt ist?

Erkenne den Punkt an, dass Alkohol gesellschaftlich akzeptiert ist. Nenne dann die Risiken beider Substanzen und vor allem die Risiken der Kombination. Sag klar, was du davon hältst, und biete an, gemeinsam nachzusehen, was verlässlich belegt ist.

Quellen

  1. feel-ok.ch: Mischkonsum
  2. BIÖG Cannabisprävention: Eltern, kurzfristige Risiken
  3. StVG § 24a Alkohol und berauschende Mittel im Straßenverkehr
  4. StVG § 25 Fahrverbot
  5. Sucht & Drogen Hotline
  6. Nummer gegen Kummer: Elterntelefon
  7. Cannabisprävention des Bundes: Gesetzeslage für Eltern
  8. Cannabisprävention des Bundes: Gefahren für Jugendliche

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